Sodbrennen in der Schwangerschaft
Wenn am Ende einer Schwangerschaft der Platz im Bauch immer enger wird, gerät häufig der Magen unter Druck. Wenn dann auch noch reizende Nahrungsmittel dazukommen, führt das zu unangenehmem Brennen in Magen und Speiseröhre. Daher ist die erste Maßnahme das Meiden der Auslöser. Leichter für den Magen ist es wenn er häufige, kleine, gut gekaute Mahlzeiten bekommt. Trinken Sie lieber zwischen den Mahlzeiten, damit der Magen beim Essen nicht noch zusätzlich gedehnt wird. In der Nacht ist es angenehmer mit erhöhtem Oberkörper zu schlafen.
Einige der klassischen Antacida sind auch in der Schwangerschaft geeignet und gut verträglich. Wenn Sie alternative Heilmittel bevorzugen, empfehlen wir Ihnen einige Tabletten Schüßler Salz Nr. 9 zu lutschen, wenn die Säure wieder aufsteigt.
Schwangerschaftsübelkeit natürlich behandeln!
Im ersten Trimenon werden ca. 80% der Schwangeren von Übelkeit geplagt, die Hälfte leidet auch unter Erbrechen. Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt und bei jeder Schwangeren gibt es auch individuelle Auslöser. So ist es hilfreich bestimmte Speisen oder Gerüche zu meiden, wenn diese unangenehm sind (oft Kaffee, Zigaretten, fette Speisen oder stark Gewürztes).
Gegen die Übelkeit am Morgen hilft es, bereits eine Kleinigkeit im Bett zu essen oder zu trinken. Auch homöopathische Mittel können Linderung verschaffen. Ein spezielles Akupressurband aktiviert Druckpunkte am Handgelenk und verringert dadurch die Übelkeit. Zum Trost sei allen Betroffenen gesagt, daß ab der 13. Schwangerschaftswoche bei den meisten die Übelkeit vorbei ist.
Ätherische Öle - darauf sollten Sie bei der Anwendung achten!
Bitte bewahren Sie die Öle kindersicher auf! Ätherische Öle dürfen von Kindern nicht eingenommen werden! Auch die Schleimhäute oder die Augen werden durch unverdünnte ätherische Öle extrem gereizt - das gilt aber auch für Erwachsene!
Was Sie noch beachten sollten:
- Wenn Sie unter Allergien leiden sollten Sie folgende Öle meiden: alle Zitrusöle, Lorbeer, Zimtrinde. Die Anwendung in der Duftlampe ist meist unbedenklich!
- Wenn Sie unter Bluthochdruck leiden, sollten Sie folgende Öle nur in der Duftlampe verwenden: Rosmarin, Lorbeer, Salbei, Thymian (Thymoltyp)
- Während einer homöopathischen Behandlung sollten Sie auf eine Anwendung folgender Öle verzichten: Pfefferminze, Kampfer, Thymian, Kamille. Sie schwächen die homöopathische Wirkung stark ab!
- Die Anwendung von ätherischen Ölen während der Schwangerschaft besprechen Sie bitte immer mit Ihrem Arzt, Ihrem Heilpraktiker oder Ihrer Hebamme. Auch hier gilt: die Anwendung in der Duftlampe ist meist unproblematisch.
- Manche ätherische Öle wirken phototoxisch, d.h., sie können die Haut gegenüber Sonnenlicht überempfindlich machen und teilweise Entzündungen hervorrufen! Wenden Sie folgende Öle nicht als Hautpflege- oder Massageöl an, wenn Sie sich in der Sonne aufhalten möchten: Johanniskrautöl, Zitrusöle (Bergamotte!), Angelikawurzel, Verbena.
Anwendungsmöglichkeiten ätherischer Öle
Je nach Öl geben Sie dafür 3 - 15 Tropfen mit etwas Wasser in eine Duftlampe. Die Intensität der Öle ist teilweise sehr unterschiedlich. Auch die Wahrnehmung des Duftes ist von Mensch zu Mensch sehr individuell. Um eine Wirkung zu erzielen, sollte die „Beduftung“ über einige Stunden erfolgen, da die Wirkung der ätherischen Öle über die Duftlampe sehr sanft ist. Sie sollten aber darauf achten, die Duftlampe nicht im Dauereinsatz zu betreiben, denn auch hier gilt: allzu viel ist ungesund! Eine Dauerbeduftung verursacht Kopfschmerzen!
Wenn Sie noch keine Duftlampe besitzen oder sich eine neue anschaffen möchten, achten Sie bitte darauf, dass zwischen Teelicht und Wasserschale genügend Abstand vorhanden ist, da die Öle sonst verbrennen.
Inhalation
Gerade bei Stress oder auch bei Erkältungen kann eine Inhalation von ätherischen Ölen schnelle Hilfe bieten! Sie können die Inhalation entweder klassisch als Heißwasserinhalation anwenden - in diesem Fall geben Sie je nach Öl 1 bis 4 Tropfen in eine Schüssel mit heißem Wasser und atmen den Dampf 5 - 10 Minuten tief ein. Oder Sie träufeln 3 - 5 Tropfen auf ein Tuch und atmen ein paar Mal tief durch. Diese Methode eignet sich natürlich besonders für unterwegs! Wenn Sie an Asthma leiden, sollten Sie Inhalationen (außer, sie sind vom Arzt verordnet!) grundsätzlich nicht durchführen. Der heiße Dampf oder auch manche ätherische Öle können Bronchialkrämpfe verursachen!
Aromabäder
Aromabäder wirken gleich von zwei Seiten! Die ätherischen Öle gelangen über die Nase und über die Haut in den Organismus! Durch das Einatmen des Duftes verspüren Sie eine sofortige Wirkung. Und durch die gesteigerte Durchblutung durch das warme Wasser gelangen die Öle verstärkt in den Organismus, wo sie über Stunden wirken können!
Für ein Vollbad nehmen Sie 5 - 10 Tropfen ätherisches Öl, außerdem brauchen Sie einen Emulgator, da ätherische Öle an sich ja nicht wasserlöslich sind! Am besten eignen sich hierzu Honig oder ein halber Becher süße Sahne!
Eine besonders angenehme Art der Anwendung von ätherischen Ölen ist die Massage oder Einreibung mit ätherischen Ölen. Bis auf ein paar Ausnahmen, wie z.B. das Lavendelöl bei leichten Verbrennungen, dürfen Sie ätherische Öle aber niemals unverdünnt verwenden, da sie zu starken Hautreizungen führen können!
Zur täglichen Körperpflege mischen Sie ein fettes Öl, das sog. Basisöl, mit einem oder mehreren ätherischen Ölen in einer Konzentration von etwa 0,7 -1%. Das entspricht einer Mischung von 15 - 20 Tropfen ätherischem Öl auf 100 ml Basisöl.
Als Basisöle geeignet sind fette pflanzliche Öle, wie z.B.
• Jojobaöl
• Mandelöl
• Sesamöl
• oder Weizenkeimöl.
Möchten Sie ein Massageöl selbst herstellen, sollten Sie die Konzentration der ätherischen Öle auf 1 - 2 % erhöhen. Generell gilt die Faustregel: 1 ml ätherisches Öl entspricht ca. 20 Tropfen!
Ätherische Öle - die Qualitätskriterien
Seien Sie kritisch beim Einkauf!
Verwenden Sie ausschließlich zu 100% naturreine Öle! Der Begriff „natur-rein“ bedeutet so viel wie natur belassen und unverfälscht. Naturreine Öle sind immer sortenreine Öle, sie sind niemals mit billigeren Ölen verschnitten.
Die Öle sollen vollständig deklariert sein, d.h. auf dem Etikett sind vermerkt
- Name und botanische Bezeichnung
- Angabe: 100% naturreines ätherisches Öl
- Ursprungsland
- Gewinnungsverfahren
- Hinweis auf kontrolliert biol. Anbau
- Pflanzenteil
- Chargennummer
- Abfüllmenge
- Sicherheitshinweise (Andreaskreuz und Kindersicherheitsverschlüsse)
- wichtig: Name und Anschrift des verantwortlichen Herstellers!
Seien Sie skeptisch wenn Sie folgende Öle angeboten bekommen:
- „Natürliche“ Öle sind zwar ein Naturprodukt, die Öle sind aber mit billigeren Ölen verschnitten. Natürliches Rosenöl wird z.B. oft mit Geranienöl verschnitten. Melissenöl ist meist mit Zitronellöl gestreckt.
- „Naturidentisch“ bedeutet in jedem Fall, dass es sich um ein synthetisches Produkt handelt!
- So genannte „Parfümöle“ sind immer synthetisch hergestellt!
- „Rein“ stellt eigentlich gar kein Qualitätskriterium dar, da auch chemische Substanzen rein sein können!
